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ABLEITSTROM-MESSUNGEN UND PRÜFUNGEN
Die Ableitstrom-Messung bzw. Prüfung ist die vierte Prüfung, die von den Normen für elektrische Sicherheit gefordert wird.
Ableitstromtests werden über ein Milli-Amperemeter und einen Shunt mit einer Impedanz von 1750Ω bei einer Zeit-Konstante von 225µs (für Norm EN60335-1), dies entspricht einem Aufbau ähnlich dem menschlichen Körper. Das Milli-Amperemeter wird für den ersten Ableitstromtest (Modus A1) zwischen dem Nullleiter und der Erde des Prüflings angeschlossen, anschliessend (Modus A2) zwischen Phase und Erde des Prüflings für den zweiten Ableitstromtest.
A- Ableitstromtest - Anwendung ohne Trenntrafo:
Ist der Prüfling an Erde angeschlossen, so löst der Differential-Schalter (Sicherung) der Installation aus (230 Volt mit 1750Ω ergibt ungefähr130mA).
Ist der Prüfling nicht an Erde angeschlossen, wird der Differential-Schalter (Sicherung) nicht angesprochen, aber wenn der zweite Test zwischen Phase und Erde gemacht wird, wäre die Potential- Differenz zwischen dem Gehäuse des Prüflings und der Erde 230 Volt! Dies ist für den Benutzer GEFÄHRLICH. Bei dem ersten Test zwischen Null und Erde wäre der Potential-Unterschied nur einige Volt, das ist zwar nicht so gefährlich, aber nicht ratsam. Während diesen Tests ist es IMMER notwendig, den Prüfling vor zufälliger Berührung zu schützen und das System nur durch geschultes Personal bedienen zu lassen. Der Schutz vor zufälliger Berührung wird durch Einsatz von SICHERHEITSPRÜFKÄFIGEN, durch Sicherheitsschalter gesicherte Räume, Lichtschranken (mindestens Kategorie IV) oder jede andere zugelassene Sicherheitsabsperrung, geleistet.
B- Ableitstromtest - Anwendung mit Trenntrafo
Bei dieser Betriebsart und bei angeschlossener Schutzerde des Prüflings wird der Differential-Schalter bzw. die Sicherung nicht ausgelöst, da die Netzeinspeisung vom Prüfling galvanisch getrennt ist. In diesem Betriebsmodus kann die Erde des Prüflings immer angeschlossen bleiben, dies ist für den Prüfer sehr viel sicherer.
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